Die Figuren des Buschofests

Die Figuren des Buschofests2020-09-16T11:47:15+00:00

Der Buscho ist eine Figur, die eine aus Weidenholz geschnitzte Maske trägt. Seine Kleidung
ist typischerweise die folgende: Lederbundschuhe oder Stiefel, eine weiße Leinenhose, ein
kurzer Schafspelzmantel mit dem Fell nach außen. Der Pelz wird von einem Gürtel oder
Ketten um die Taille zusammengehalten. An der Seite des Buschos hängen meistens
mindestens eine Kuhglocke, und ein Schulterschnappsack. Charakteristische Requisiten sind
die Ratsche, der Holzstreitkolben und ein langes Horn aus Holz. Oft haben die Buschos ein
bunt verziertes Waschschlagholz (praćak), eine besondere Holzstange zum Wassertragen
(obramenica), eine männliche Fruchtbarkeitsfigur (Famatyi) und eine Buschopuppe in einem
Trog bei sich.

In der Faschingszeit werden die Handlungen der Buschos in dem typischen rituellen Kontext
beurteilt. Sie unterliegen nicht den gewohnten moralischen Regeln des Alltags. Raum, Zeit
und Handlung sind durch einen besonderen „suspendierten“ Zustand gekennzeichnet. Die
Rolle ist sehr attraktiv, da das Inkognito und die „andere Welt“ unter der Maske den Buscho
einen bestimmten Bewusstseinszustand, eine Transformation erleben lässt.
Die schönen Buschos (lepa busa) sind Figuren, die Schokatzenvolkstracht anhaben und ihre
Gesichter mit einem Schleier verhüllen.

Die Jankeles sind Jungen in zerlumpten Kleidern, die ihre Gesichter mit Fetzen und
Strümpfen verhüllen und einen mit Sägemehl gefüllten Sack über den Schultern tragen, mit
dem sie das schaulustige Publikum, insbesondere die Mädchen schlagen.